Die grüne Oase am Rande der Stadt

Am 24.11.2016 traf sich die Klasse 4a um 7:30 Uhr im Klassenraum, um einen Ausflug zum Bucher Forst am Stadtrand von Berlin durchzuführen. Als Begleitpersonen waren Frau Nass, Frau Kiosseff und Frau Machatscheck mit dabei. Wir fuhren mit dem Bus X54 zum S- und U-Bahnhof Pankow und anschließend mit der S-Bahn nach Berlin-Buch. Nach einem Fußmarsch von 10 Minuten kamen wir in der Waldschule des Bucher Forstes an. Dort wartete bereits Frau Becker. Sie ist Mitarbeiterin der Waldschule.

Nachdem wir uns mit Butterbrezeln, Wiener-Würstchen und Apfelsaft gestärkt hatten, zeigte uns Frau Becker einige Tierfelle. Wir konnten sie anfassen und haben festgestellt, dass die Felle vom Reh und Fuchs sehr weich waren. Das Fell vom Wildschwein fühlte sich borstig an und piekste. Das Elchfell jedoch war mittelweich. Wir konnten uns auch ein ausgestopftes Wildschwein und einen ausgestopften Dachs ansehen.

Nachdem uns Frau Becker an einem Baumstamm zeigte, wie man mit Hilfe der Ringe des Baumes das Alter ermitteln kann, gingen wir auf einen festen Waldweg in den Bucher Forst hinein und entdeckten eine Höhle von einem Waldkauz im Baum. Wir sahen den Greifvogel leider nicht, obwohl die Höhle bewohnt schien. Über uns kreiste sogar ein Mäusebussard in der Luft. Wir fühlten uns von ihm beobachtet. Er gab Tierlaute von sich. Wir dachten, er würde mit uns sprechen.

Anschließend ist jeder von uns einen vorgegebenen Weg im Wald allein gegangen, um die Umgebung genauer beobachten zu können. Danach haben Anika und ich eine Birke betrachtet, deren Rinde beschädigt war und aus der eine rote Flüssigkeit austrat. Wir nannten es „Baumblut“. Hatte ein Wildschwein sich an der Birke geschubbert? Hatte ein anderes Waldtier daran genagt? Wurde die Rinde durch ein Gerät der Forstarbeiter beschädigt? Weshalb die Rinde verletzt war, konnten wir nicht herausfinden. Jedoch steht fest, dass die Birke trotzdem weiterleben und wachsen kann.

Als die Klasse wieder zusammen war, wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt. In meinem Team „Bikergang“ waren auch Jeff, Tobias und Ole. Wir sollten mit einer Lupe kleine Tiere suchen, welche keine Winterstarre hatten und das auf unserem Arbeitsblatt dokumentieren. Wir beobachteten einen Tausendfüßler, eine Spinne, einige Asseln und eine kleine Waldschnecke.

Nach der Gruppenarbeit versammelten wir uns an einer Feuerstelle mitten im Wald. Sie war gepflastert und in der Mitte stand eine Feuerschale mit Holz, das bereits angezündet war. Frau Becker half uns, den vorbereiteten Stockbrotteig an unseren Stöckern anzubringen. Wir hielten dann das Stockbrot ins Feuer, um es grillen und essen zu können. Milan ließ seinen Teig leider verkohlen und Elma hielt ihren Teig in die Glut. Leider fing ihr Stock Feuer und das Stockbrot war nicht mehr essbar.

Nach der Stockbrotpause spielten wir ein Rollenspiel. Die Mädchen waren Wölfe und standen auf einer Anhöhe. Sie ahmten Wolfsgeräusche nach und wollten so die Jungen erschrecken. Wir liefen hin und her und hatten viel Spaß.

Auf dem Rückweg zur Waldschule erklärte uns Frau Becker, wie wir den Wald schützen können, in dem wir z.B. Kkeinen Müll im Wald hinterlassen und keine Äste an Bäumen und Sträuchern abbrechen.

An der Waldschule haben wir uns bei Frau Becker für die Waldführung bedankt und betont, dass wir sehr viel gelernt haben. Nach der Verab-schiedung fuhren wir wieder mit der S-Bahn und dem Bus zurück zur Schule. Um 14:30 Uhr war unser Ausflug beendet.

Mir hat der Ausflug im Bucher Forst sehr gefallen. Die Waldluft war frisch und sauber. Die Geräusche im Wald waren ungewohnt, wirkten aber auf mich sehr beruhigend. Ich fand es sehr spannend, dass es solche ruhigen Plätze – „grüne Oasen“ – ganz in der Nähe des lauten und nach Abgasen riechenden Berlins gibt.

Julian
Klasse 4a

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